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letzter Tag auf den Lofoten

Oktober 11, 2009

Hei Hei,

da bin ich wieder – gerade frisch aus dem Fitnessstudio zurückgeschlittert… Es liegt zwar kein Schnee mehr, aber vor 2 Tagen hat es trotzdem noch riesige dicke Schneeflocken vom Himmel gerieselt, auf die man bei uns wahrscheinlich bis Ende Februar oder März warten müsste. Trotz Kälte um den Nullpunkt und glitschigem Eis auf den Straßen ist es gerade ein wunderschöner Herbst, denn alle Bäume sind rot – gelb gefärbt und die Sonne scheint zur Abwechslung sogar ab und zu den ganzen Tag lang 🙂 wunderschön und einfach herrlich 🙂 !!!

Gestern morgen ist Vincenzo leider wieder abgereist und ich habe mir vorgenommen mal wieder ein bisschen im Blog nachzuholen! Bevor, ich mich dem letzten Tag auf den Lofoten widme doch ersteinmal eine weitere Entdeckung auf Norwegens verdrehtem Straßensystem… Kaum zu glauben, aber in diesem weiten Land mit nur 4 Mio. Einwohnern ist es Motorradfahrern untersagt auf Schnellstraßen zu fahren… Ich fahre hier zwar kein Motorrad, würde es aber echt als persönlich und Einschrenkung sehen, denn eine Schnellstraße bedeutet in Norwegen drei Sachen: super ausgebaute und einwandfreie weite Straßen, ein Tempolimit von höchstens 90 kmh und nicht mehr als 3 Autos, die in der Hauptverkehrszeit den Weg passieren. Während den Motorradfahrern die Freiheiten geraubt werden besitzen die Fahrradfahrer hingegen umso mehr – über die ich ich persönlich natürlich sehr freue – denn es ist hier erlaubt in Fußgängerzonen Fahrrad zu fahren 🙂

Nun aber zu dem letzten Tag auf den Lofoten. Nachdem die Spanierinnen bereits sehr früh die erste Fähre zurück zum Festland genommen haben, haben wir uns für den letzten und komplett regenfreien 🙂 Tag noch ein kleines Programm überlegt. Da die öffentlichen Verkehrsmittel einen eh im Stich lassen, wenn es darum geht flexibel reisen zu wollen haben wir uns eine kleine Wanderung in der Nähe überlegt, wobei es nahezu ein Luxus war zum ersten mal keinen schweren Rucksack durch die Gegend schleppen zu müssen.

Von A(auch in der Google Map das A)ging es auf der Straße am Meer entlang bis nach Sorvagen(bei Google „B“). Bereits hier warteten hinter jeder Kurve weitere Wasserläufe und tolle Aussichten, die einem so eigentlich nur im Westen der Inseln begegnen.

bei Sorvagen

bei Sorvagen

Nachdem wir in Sorvagen einen kleinen Abstecher in den Supermarkt gemacht haben -bei uns wohl eher ein Kiosk- und uns mit leichtem Tütenkrams für das Abendessen versorgt haben ging es weiter landeinwärts und bergauf, wo einen je höher man kommt immer mehr kleine Seen und Wasserfälle erwarten.

landeinwärts

Sorvagen

Gebirgssee

Wieder unten angekommen, ging es über Moskenes das letzte Stück mit dem Bus nach Reine, einem kleinen Ort

(bei Google „D“) am Reinefjord. Von hier aus hatten wir geplant die Lofoten weiter vom Wasser aus über den Reinefjord auf einer kleinen Fähre zu erkunden. Sollte es euch einmal auf die Lofoten verschlagen, dann kann ich euch dies nur empfehlen, denn vom Fjord aus sehen die Berge noch eindrucksvoller aus und man entdeckt, dass in ein paar Ecken zwischen Fjord und Bergen – wo die Landschaft es zulässt – noch ein paar Hütten stehen…

Reinefjord

Reinefjord

Abgeschieden von dem Rest der Welt haben wir auf unserer Minifähre diesen kleinen Dörfchen von höchstens 10 Häusern einem nach dem anderen die Post vorbeigebracht. Dies war echt eine eindrucksvolle Erfahrung, denn die Vorstellung wie das Leben in der scheinbar letzten Ecke der Welt, vielleicht sogar ohne Wasser- und Stromversorgung und nur über den Fjord erreichbar sein muss ist denke ich für so gut wie alle von uns unvorstellbar.

Fjordfahrt

Fjordfahrt

Siedlung am Fjord

Siedlung am Fjord

Übergabe der Post

Übergabe der Post

Nach dieser eindrucksvollen Tour haben wir uns auf den Rückweg nach A zu unserer Herberge gemacht. Da – wie zu erwarten war – natürlich kein Bus fuhr, haben wir uns also zu Fuß auf den Weg gemacht, zusammen mit zwei Schweizerinnen, die gerade für 2 Monate mit dem Rucksack in Skandinavien unterwegs waren. Nach ca. 11km Fußmarsch und unserer Herberge wieder sehr nah haben wir noch einen letzten Abstecher auf den Telegrafenmast in ich glaube dem Örtchen Tind gewagt.

Telegrafenmast

Telegrafenmast

Aussicht bis nach A

Aussicht bis nach A

Ortsschild A :-)

Ortsschild A 🙂

Am nächsten Morgen ging es wieder sehr sehr früh mit der Fähre von Moskenes zurück nach Bodo.

Mit auch den beiden Schweizerinnen vom Vortag an Bord konnte uns um die Wette schlecht sein, denn selbst für unsere leeren Mägen war der extreme Wellengang zu viel.

Fähre nach Bodo

Fähre nach Bodo

heile in Bodo angekommen

heile in Bodo angekommen

Um den Tag rumzukriegen haben wir noch einen kleinen Abstecher zur Touristenattraktion Saltstraumen in der Nähe von Bodo gemacht, bei dem sich zu festen Uhrzeiten und in Abhängigkeit vom Mond die Strömung zwischen Mehr und Fluß ändert und sich bis zu 10m tiefe Strudel im Wasser ergeben können. Etwas enttäuscht von dem bei uns sehr schwach ausgefallenen Spektakel ging es um 22Uhr mit dem Flieger dann wieder nach Trondheim zurück!

Saltstraumen

Saltstraumen

Ich werde mich nun erstmal an meine Hausarbeit für die Uni hier setzen, die sich leider nicht von alleine schreibt 😦 Heute Abend steht dann noch der Geburtstag einer Spanierin hier an…

Bis hoffentlich sehr bald,

ganz ganz viele liebe Grüße nach Deutschland!

Nadine

auf der Fähre in Bodo

auf der Fähre in Bodo

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One Comment leave one →
  1. Louise permalink
    Dezember 9, 2009 10:27 pm

    ups..ok, ich poste mal bei der neusten nachricht..:)

    Hallo Nadine,

    ich studiere in Hildesheim und überlege nächstes Jahr auch nach Norwegen zu gehen..Wie sieht das denn mit den Nebenkosten da aus?Kannst du mir vielleicht ein paar Infos über die Preise und so geben?Das wär super, vielen Dank.
    Wünsche dir auf jeden Fall noch viel Spaß, deine Berichte klingen echt toll:)
    Liebe Grüße
    Louise

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